Hilfe! Mein Kind spielt Pokémon Go!

Kind spielt Pokemon Go

Seit einigen Wochen ist Pokémon Go, das Spiel für Smartphones der Betriebssysteme iOS und Android, in aller Munde. Viele Verbraucher-/ und Datenschützer schlagen bei dem Spiel aufgrund von mangelnder Datensicherheit und ständigem GPS-Tracking Alarm. Auch wir von Kinderzimmer unterstützen den Weg zum Gläsernen Menschen (vor allem bei Kindern) nicht, wollen aber trotzdem einmal die positiven Nebeneffekte des Spiels beleuchten.

Nachdem sich die Spieleindustrie jedes Jahr aufs neue weiterentwickelt und noch „bessere“ und aufwendigere Spiele auf den Markt kommen, kommt jetzt von Niantic eigentlich das genaue Gegenteil. Die Grafik ist spielerisch, die Animationen sind relativ simpel und auch das Spiel an sich ist nicht sehr komplex. Trotzdem scheint das Spiel von jung bis alt sehr viele Freunde zu haben.

Wieso ist das so?

Grund 1:


Bei jungen Erwachsenen weckt das Spiel Kindheitserinnerungen. Pokémon gibt es seit 1996. Wer zwischen 1996 und 2006 aufgewachsen ist, der kam einfach nicht um Pokémon herum.

Grund 2:

Pokémon Go ist das erste Spiel, bei dem man digital spielt, sich aber in der realen Welt dafür bewegen muss. Bei vielen Computerspielen ist es die Regel, dass man mit seinen Mitspielern über ein Headset verbunden ist und mit ihnen kommuniziert. Bei Pokémon Go spielt zwar jeder auf seinem eigenen Bildschirm, ist aber nicht räumlich getrennt.

Grund 3:


Man kann sich gegenseitig helfen. Wer durch die Straßen seines Ortes läuft, der sieht sicher hin und wieder einen Spieler. Man erkennt sie meistens am Handy und der Powerbank (Extra-Batterie für das Handy, weil das Spiel verhältnismäßig viel Strom benötigt). Aber die Spieler untereinander erkennen sich eben auch und erzählen sich gegenseitig wo sie die besten Taschenmonster gefangen haben oder gehen sogar gleich gemeinsam auf die Jagd.

Warum ist es vielleicht doch nicht so schlecht, wenn mein Kind Pokémon Go spielt?

Sind wir mal ehrlich: Die meisten Kinder heutzutage kommen höchstens mal zum Training im Sportverein vor die Tür. Der Rest des Tages wird vor dem TV-Gerät oder der Spielekonsole/ dem Computer verbracht. Soziale Kontakte pflegt man in den kurzen Pausen zwischen den Unterrichtsstunden und die restliche Kommunikation der Kinder und Jugendlichen findet über die digitale Welt statt. Nach draußen gehen und spielen kommt für die meisten Kinder überhaupt nicht mehr in Frage und Bewegung.. „Wer braucht schon Bewegung?“ denken sich wahrscheinlich viele Kinder. 
Genau an diesem Schwachpunkt könnten solche Spiele ansetzen. Die Kinder kommen raus, reden wieder mit Gleichaltrigen (und das Face-to-Face!) und mit ein wenig Glück finden sie vielleicht auch wieder Spaß an Bewegung und Natur.

Um es nochmals deutlich zu sagen: Ja es gibt Mängel im Datenschutz und es ist trotzdem ein „Computerspiel“, aber es ist sicher nicht alles so schlecht wie man uns versucht glauben zu lassen.

Die Redaktion von Kinderzimmer.de

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